Leistungsklassen
GfE-Einteilung der Arbeitsintensität (leicht, mittel, schwer) zur Skalierung des Energiebedarfs über den Erhaltungsbedarf hinaus.
Leistungsklassen sind die von GfE 2014 definierten Kategorien zur Einordnung der Arbeitsintensität eines Pferdes, üblicherweise unterteilt in leichte, mittlere und schwere Arbeit. Sie bauen auf dem Erhaltungsbedarf auf und definieren, um wie viel der Energie- und in geringerem Maß auch der Proteinbedarf mit steigender Belastung zunimmt.
Die Einordnung in eine Leistungsklasse richtet sich nach Dauer, Häufigkeit und Intensität der täglichen Bewegung. Leichte Arbeit umfasst etwa lockeres Freizeitreiten mit überwiegenden Schritt- und Trabanteilen, mittlere Arbeit regelmäßiges Training mit anspruchsvolleren Lektionen oder längeren Einheiten, und schwere Arbeit intensives sportliches Training oder Wettkampfeinsatz mit hoher Belastungsdichte. Die genauen Grenzen sind naturgemäß nicht immer trennscharf und erfordern eine gewisse Einschätzung des tatsächlichen Trainingsalltags.
Mit steigender Leistungsklasse wächst der Abstand zwischen Erhaltungsbedarf und tatsächlichem Bedarf spürbar. Bei schwerer Arbeit kann der Energiebedarf deutlich über dem Erhaltungswert liegen. Das hat direkte Folgen für die Rationsgestaltung: Je höher die Leistungsklasse, desto eher reicht Raufutter allein nicht mehr aus und desto wichtiger wird eine durchdachte Kraftfutterergänzung.
Im Rationsrechner ist die Leistungsklasse Teil der Eingabe zum Aktivitätslevel und fließt direkt in die Bedarfsberechnung nach GfE 2014 ein.