Glossar
Fachbegriffe aus Pferdeernährung und GfE-2014-Berechnung verständlich erklärt. Fragen zur Nutzung des Rechners findest du in der Hilfe.
A
B
C
E
- Equines Metabolisches Syndrom(EMS)Stoffwechselstörung mit Insulinresistenz und erhöhtem Hufrehe-Risiko, bei der die Fütterung häufig auf reduzierte NSC ausgerichtet wird.
- ErhaltungsbedarfDer Grundbedarf an Energie und Nährstoffen eines Pferdes ohne oder mit nur minimaler Arbeit, allein zum Erhalt von Gewicht und Körperfunktionen.
G
H
J
K
- Kalium(K)Mineralstoff, der in Raufutter meist reichlich vorhanden ist; Mangel ist bei normaler Fütterung selten, aber bei starkem Schwitzen relevant.
- KraftfutterKonzentriertes Futter mit hoher Energie- und Proteindichte, das Raufutter ergänzt, wenn dessen Bedarf allein nicht deckt.
- Kupfer(Cu)Spurenelement relevant für Bindegewebe, Fellpigmentierung und Eisenstoffwechsel, in enger Wechselwirkung mit Zink.
L
- LaktationDie Milchbildungsphase nach dem Fohlen, in der Energie- und Proteinbedarf gegenüber dem Erhaltungsbedarf deutlich ansteigen.
- LeistungsklassenGfE-Einteilung der Arbeitsintensität (leicht, mittel, schwer) zur Skalierung des Energiebedarfs über den Erhaltungsbedarf hinaus.
- LysinEine essenzielle Aminosäure, die das Pferd nicht selbst bilden kann und die häufig als limitierender Faktor der Proteinqualität gilt.
M
- Magnesium(Mg)Mineralstoff relevant für Muskel- und Nervenfunktion, gelegentlich im Zusammenhang mit Nervosität diskutiert.
- Metabolisierbare Energie(ME)Die Energie, die dem Pferd nach Abzug der Verluste über Kot, Harn und Verdauungsgase tatsächlich zur Verfügung steht.
- MineralfutterFutter, das gezielt Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine ergänzt, ohne nennenswert Energie oder Protein beizutragen.
N
- Natrium(Na)Mineralstoff, der über Schweiß verloren geht und besonders bei Arbeit oder Hitze relevant wird, meist über Salz ergänzt.
- NettoenergieEin alternatives Energiebewertungssystem, das in manchen Ländern anstelle der metabolisierbaren Energie (ME) verwendet wird.
- Nichtstrukturkohlenhydrate(NSC)Summe aus Stärke und Zucker in Prozent der Trockenmasse, relevant bei Stoffwechselthemen wie EMS oder Hufrehe.
P
- PPID (Equines Cushing-Syndrom)(PPID)Hormonelle Erkrankung vorwiegend älterer Pferde mit häufig erhöhtem Hufrehe-Risiko, oft verbunden mit reduzierter Stärke- und Zuckerfütterung.
- Protein-Energie-DichteDas Verhältnis von Protein (pcvXP) zu Energie (ME) in einer Ration: zeigt, ob relativ mehr Eiweiß oder mehr Energie geliefert wird.
R
- RaufutterFaserreiches Grundfutter wie Heu, Heulage oder Stroh, das die Basis jeder Pferdefütterung bilden sollte.
- Rohfaser(XF)Schwer verdaulicher Faseranteil im Futter, hauptsächlich aus Raufutter, wichtig für Verdauung und Kauaktivität.
- Rohprotein und präcaecal verdauliches Protein(XP / pcvXP)XP ist der Gesamtproteingehalt eines Futters, pcvXP der bereits im Dünndarm verdauliche und damit für den Bedarfsabgleich relevante Anteil.
S
- Selen(Se)Spurenelement mit antioxidativer Wirkung und Bedeutung für die Muskelfunktion, dessen Bedarf in Milligramm angegeben wird.
- SeniorpferdPferde ab etwa 20 Jahren, bei denen sich Verdauung und Zahnzustand oft verändern. Der Rationsrechner berücksichtigt das über einen separaten Status.
- SpurenelementeMineralstoffe, die nur in geringsten Mengen benötigt werden, aber häufig über Raufutter allein nicht ausreichend gedeckt sind.
- Stärke und ZuckerKohlenhydrate aus Kraftfutter, Gras und Obst, die den Blutzucker- und Insulinspiegel des Pferdes beeinflussen.
T
V
- Vitamin AFettlösliches Vitamin relevant für Sehkraft, Haut und Immunfunktion, Frischweide ist meist eine gute Quelle.
- Vitamin DFettlösliches Vitamin relevant für den Calcium-Phosphor-Stoffwechsel und die Knochengesundheit, wird auch über Sonnenlicht gebildet.
- Vitamin EFettlösliches antioxidatives Vitamin, dessen Gehalt beim Trocknen von Heu deutlich sinkt, weshalb Stallpferde häufiger geringer versorgt sind.