Rationsrechner Pferd

Hufrehe

Schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut, oft mit metabolischen Ursachen wie EMS oder PPID verbunden, im akuten Fall ein Notfall.

Hufrehe (Laminitis) ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut, bei der sich im fortgeschrittenen Stadium die Verbindung zwischen Hufbein und Hufkapsel lockern kann. Sie zählt zu den ernsthaftesten Erkrankungen in der Pferdehaltung und ist im akuten Schub ein tierärztlicher Notfall.

Die Ursachen für Hufrehe sind vielfältig, ein erheblicher Teil der Fälle steht jedoch im Zusammenhang mit metabolischen Faktoren: Equines Metabolisches Syndrom (EMS) und PPID (Equines Cushing-Syndrom) gehen beide häufig mit einer gestörten Insulinregulation einher, die das Hufrehe-Risiko deutlich erhöht. Auch eine hohe Zufuhr von Stärke und Zucker (NSC), etwa durch üppigen Weidegang im Frühjahr oder Herbst oder stark kraftfutterlastige Fütterung, gilt als relevanter Risikofaktor, insbesondere bei Pferden mit bereits bestehender Stoffwechselneigung.

Für die Fütterung von Pferden mit Hufrehe-Risiko wird deshalb häufig eine gezielte Reduktion von NSC in der Ration diskutiert, etwa durch eingeschränkten Weidegang, gesoaktes Heu oder den Verzicht auf stärkereiche Futtermittel. Wie diese Maßnahmen im Einzelfall konkret aussehen sollten und welche zusätzliche Behandlung nötig ist, gehört jedoch in tierärztliche Hand beziehungsweise zu einer zertifizierten Pferdeernährungsberatung. Eine allgemeine Rationsberechnung ersetzt diese individuelle fachliche Begleitung nicht, kann aber als zusätzliche Orientierung dienen.

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