Rationsrechner Pferd

Stärke und Zucker

Kohlenhydrate aus Kraftfutter, Gras und Obst, die den Blutzucker- und Insulinspiegel des Pferdes beeinflussen.

Stärke und Zucker sind die beiden wichtigsten schnell verfügbaren Kohlenhydrate in der Pferdefütterung. Stärke findet sich vor allem in Getreide wie Hafer, Gerste oder Mais und wird bei ausreichender Dünndarmkapazität dort in Glukose aufgespalten. Zucker — in Futtermittelanalysen meist als wasserlösliche Kohlenhydrate (WSC) ausgewiesen — stammt unter anderem aus Gras, Obst, Möhren oder Melasse und wird noch schneller resorbiert als Stärke.

Beide Bestandteile liefern dem Pferd schnell verfügbare Energie, lassen aber auch Blutzucker- und Insulinspiegel stärker ansteigen als etwa die langsamere Energie aus Rohfaser. Bei gesunden, aktiven Pferden ist das in normalem Umfang unproblematisch. Relevanter wird das Thema bei Pferden mit Stoffwechselbesonderheiten wie EMS, PPID oder erhöhtem Hufrehe-Risiko, bei denen häufig eine gezielte Reduktion von Stärke und Zucker in der Ration diskutiert wird.

Auch Weidegras ist keine konstante Größe: Der Zuckergehalt schwankt je nach Tageszeit (meist höher am Nachmittag), Jahreszeit, Wachstumsstadium und Wetterlage — an sonnigen, kühlen Tagen im Frühjahr und Herbst kann er deutlich ansteigen. Wer den Zucker- und Stärkegehalt einer Ration genauer einschätzen will, findet in Futtermittelanalysen üblicherweise getrennte Angaben zu Stärke und WSC (Zucker), die gemeinsam den NSC-Wert ergeben.

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