Rationsrechner Pferd

Woher bekomme ich die Nährwerte meines Futters?

Es gibt drei typische Quellen für die Nährwerte, die der Rationsrechner braucht.

1. Die Futtermitteldatenbank im Rechner. Für viele gängige Futter — Heu-Standardqualitäten, Hafer, Müsli-Typen, Mineralfutter-Kategorien — sind Durchschnittswerte bereits hinterlegt. Du wählst das passende Futter aus und trägst nur noch deine gefütterte Menge ein.

2. Das Herstelleretikett (Deklaration). Bei Fertigfuttermitteln, Mineralfutter oder Müsli ist die Nährwerttabelle auf der Verpackung oder im Produktdatenblatt Pflichtangabe. Dort findest du in der Regel Rohprotein, Rohfaser, Calcium, Phosphor und die wichtigsten Spurenelemente.

3. Eine Laboranalyse, zum Beispiel über eine Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA). Das ist besonders für selbst gewonnenes Heu relevant, da hier keine Herstellerdeklaration existiert und die Qualität je nach Schnitt und Standort stark schwankt.

Ein Punkt, der häufig zu falschen Ergebnissen führt: Laboranalysen geben Werte fast immer auf Trockenmasse-Basis (TM) an, während der Rationsrechner mit Frischgewicht rechnet. Bevor du einen Laborwert einträgst, musst du ihn deshalb umrechnen — die Formel und den Hintergrund dazu findest du im Artikel zur Trockenmasse-Umrechnung. Der TM-Gehalt steht in der Regel mit auf dem Analysebericht.

Wenn dir für ein Futter keine genauen Werte vorliegen, ist ein branchenüblicher Durchschnittswert aus der Datenbank meist eine solidere Grundlage als eine grobe Schätzung aus dem Bauchgefühl.