Rationsrechner Pferd

Wie gebe ich EMS oder Cushing/PPID korrekt an?

Im Pferdeprofil kannst du EMS (Equines Metabolisches Syndrom) und PPID (Pituitary Pars Intermedia Dysfunction, umgangssprachlich Cushing) als Status markieren. Diese Angabe beeinflusst, wie der Rationsrechner bestimmte Werte in der Auswertung einordnet — insbesondere Hinweise, die mit NSC (Nicht-Strukturkohlenhydrate wie Zucker und Stärke) zusammenhängen.

Ist der Status gesetzt, weist die Auswertung deutlicher darauf hin, wenn Futtermittel mit hohem NSC-Anteil einen relevanten Teil der Ration ausmachen, da das bei diesen Stoffwechsellagen eine größere Rolle spielt als bei stoffwechselgesunden Pferden.

Was der Rationsrechner nicht leistet: eine individuelle Fütterungsanpassung für die konkrete diagnostische Situation deines Pferdes. EMS und PPID unterscheiden sich stark im Schweregrad und in Begleiterkrankungen (z. B. Hufrehe-Risiko), und die passende Ration hängt von Faktoren ab, die über eine reine Nährstoffbilanz hinausgehen — etwa Medikation, Blutwerte oder Beweidungsmanagement.

Setze den Status daher als zusätzliche Information, damit die Auswertung passende Hinweise geben kann, aber besprich konkrete Fütterungsentscheidungen bei EMS oder PPID mit deinem Tierarzt oder einer zertifizierten Pferdeernährungsberatung. Das gilt besonders, wenn zusätzlich eine Hufrehe-Vorgeschichte besteht.