Rationsrechner Pferd

PPID (Equines Cushing-Syndrom)(PPID)

Hormonelle Erkrankung vorwiegend älterer Pferde mit häufig erhöhtem Hufrehe-Risiko, oft verbunden mit reduzierter Stärke- und Zuckerfütterung.

PPID steht für Pituitary Pars Intermedia Dysfunction und wird umgangssprachlich häufig als Equines Cushing-Syndrom bezeichnet. Es handelt sich um eine hormonelle Störung der Hirnanhangdrüse, die vor allem bei älteren Pferden ab etwa 15–20 Jahren auftritt, grundsätzlich aber in jedem Alter möglich ist.

Typische Anzeichen sind unter anderem ein verändertes, oft lockiges oder verzögert wechselndes Fell, vermehrtes Schwitzen, Muskelabbau, erhöhter Durst sowie eine gesteigerte Anfälligkeit für Infektionen. Ein besonders relevantes Begleitrisiko ist Hufrehe, da PPID häufig mit einer gestörten Insulinregulation einhergeht — ähnlich wie bei EMS, wenn auch über einen anderen Mechanismus.

Diagnostiziert wird PPID tierärztlich über Hormontests, behandelt meist medikamentös. Ergänzend wird in der Fütterung von PPID-Pferden häufig eine reduzierte Zufuhr von Stärke und Zucker (NSC) diskutiert, um das Hufrehe-Risiko zusätzlich zu senken — ähnliche Prinzipien wie bei EMS, wenn auch die zugrunde liegende Störung eine andere ist. Auch der Erhaltungsbedarf kann sich durch Muskelabbau und veränderten Stoffwechsel verschieben.

Die konkrete medikamentöse und fütterungstechnische Begleitung eines PPID-Pferdes gehört in tierärztliche Hand beziehungsweise zu einer zertifizierten Pferdeernährungsberatung. Eine allgemeine Rationsberechnung kann helfen, die Grundstruktur der Fütterung zu prüfen, ersetzt aber keine individuelle fachliche Einschätzung.

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